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die amerikanische Regierung hat viel zu lange an ihrem Credo vom „freien Markt“ festgehalten. Die diversen Hilfsprogramme kamen zu spät und zu unkoordiniert. Das sind für mich die Hauptgründe, warum die USA Europa und Japan nun in eine Rezession gerutscht sind.
 
Aber ich muss ehrlich sagen, der Markt hat sich weit negativer entwickelt, als ich erwartet hatte.
 
Und mit der Citigroup taumelte gerade wieder einer der absoluten Giganten der amerikanischen Wirtschaft in die Obhut des Staates. Als ob dies nicht schon reichen würde, droht auch den Großen Drei des amerikanischen Automobilsektors das Aus - Ford, Chrysler und General Motors.
 
Klar, dass angesichts all dieser Hiobsbotschaften auch die Verbraucher nicht in Kauflaune kommen. Im Oktober sanken die Einzelhandelsumsätze um 2,8% – dies ist der größte Monatsverlust seit 1947. Seit Juli sind die Ausgaben im Handel stets gesunken, das ist die längste Strecke seit der Rezession von 2001.
 
Dazu kam, dass die Börse dem designierten amerikanischen Präsidenten zuletzt skeptisch gegenüberstand – die Obama-Rally fand vor dem Wahltag statt. Während Barack Obama von vielen wie ein Messias gefeiert wurde, hatte sich zwischenzeitlich die Angst auf dem Parkett verstärkt, dass er eine wachstumsfeindliche Politik einführen werde.
 
Höhere Steuern, mehr Rechte für die Gewerkschaft und eine stärkere Regulierung der Unternehmen sind eben Gift für die Börse.
 
Entsprechend desaströs sah es für die Charts aus: Der S&P 500 stieß am 20. November durch seine Tiefs vom 10. Oktober. Der größte Index der Welt markierte ein neues Fünf-Jahres-Tief. Auch der Dow Jones fiel zum ersten Mal seit 2003 unter die Marke von 8.000 Zählern. Umgehend meldeten sich Charttechniker zu Wort, die nun den Weltuntergang am Aktienmarkt herauf beschworen. Doch das war etwas zu früh. Es kam zu einer kräftigen Erholung an der Wall Street.  

 

Vier positive Signale für die Börse

Nach all den Hiobsbotschaften gab es nämlich auch einige positive Nachrichten.

Zunächst Lichtblick Nummer 1:

Die Börse sprang umgehend wieder zurück.

Die Wall Street holte sich am 21. November direkt nach der Unterschreitung der bisherigen Tiefs mit einem fulminanten Satz rund 6% an verlorenem Terrain zurück. Das ist ein enorm positives Zeichen. Und belegt, dass die Bullen noch keineswegs erledigt sind.

Der Markt drehte just, als die ersten Medienberichte kursierten, wonach Timothy Geithner, der aktuelle Chef der New York Federal Reserve, neuer US-Finanzminister werden soll. Die Wall Street honorierte also die Kompetenz des erfahrenen Finanzpolitikers.

Das Gute daran: Das Volumen an Aktien war rund doppelt so hoch wie während der Tage zuvor. Die großen Adressen waren also zurückgekehrt. Offensichtlich hatten viele Anleger nur auf ein positives Signal gewartet.

Kommen wir jetzt zu Lichtblick Nummer 2:

Die US-Börse ist in eine starke Unterstützungs-Zone hineingelaufen.

Wie Sie an dem langfristigen Chart unten erkennen, zieht sich ein breites Band von Tiefpunkten aus mehreren Jahren in die Zone von 7.300 bis 7.500 Zählern. Auf diesem Band hat der Dow Jones zuletzt aufgesetzt. Es wird für die Bären sehr schwer werden, den Dow weiter nach unten zu treiben – es spricht einiges für eine längst überfällige kräftige Erholung.

 

Und jetzt folgt Lichtblick Nummer 3:

Die Obama-Adiministration plant offenbar einen neuen „New Deal“. Nach dem, was bislang bekannt ist, will der neue Präsident ein Konjunkturprogramm auflegen, das stark an die Konjunkturspritze nach der Depression von 1929 erinnert. Der 1932 gewählte Franklin D. Roosevelt ließ damals verstärkt Brücken, Staudämme, Straßen und ganze Wohnblocks bauen, um die Arbeitslosigkeit zu beseitigen, die sich im Zuge der Weltwirtschaftskrise ausgebreitet hatte.

Das damalige Programm namens „New Deal“ war der Wendepunkt in der Krise zum Besseren. Und genau wie Roosevelt damals wandte sich Obama per Radio an das Volk. Die symbolische Parallele war wahrscheinlich gewollt. Die Demokraten wollen offensichtlich ein Signal für den Neuanfang aussenden.

Hier die bislang bekannten Fakten des Obama-Planes im Einzelnen: Bis Januar 2011 sollen 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden, sagte Obama in der wöchentlichen Radio- und Videobotschaft der Demokraten. „Wenn wir nicht schnell und mutig handeln, könnten im kommenden Jahr Millionen von Jobs verloren gehen“, warnte der designierte Präsident. Das geplante Programm sei umfassend genug, um sich den gegenwärtigen Herausforderungen zu stellen. Obama will nach seinem Amtsantritt im Januar die US-Bürger mithilfe der Erneuerung von Brücken und Straßen, der Modernisierung von Schulen und dem Ausbau der erneuerbaren Energien wieder in Arbeit bringen. Dieses Hilfsprogramm dürfte der Wall Street neue Hoffnung einhauchen. Wenn es keine neuen Steuern gibt, die den Konsum und die Wirtschaft weiter abwürgen, müsste das Konjunktur-Programm eher früher als später Wirkung zeigen.

Vor allem Aktien aus dem Konsumsektor und bei den alternativen Energien dürften profitieren. Sollte das US-Programm richtig angesetzt werden, könnten sich positive Effekte wie in China entfalten. Und auch die Federal Reserve kündigte ein Programm im Volumen von bis zu 600 Milliarden $ an, um Hypothekenkredite aufzukaufen. Weitere 200 Milliarden $ sollen den Markt für Konsumdarlehen, Auto- und Studentenkredite wieder in Schwung bringen.

Das geplante US-Programm erinnert stark an die jüngsten Schritte der Volksrepublik. Sie erinnern sich wahrscheinlich an meine E-Mail-Mitteilung aus der ersten November-Woche: Die Volksrepublik fördert die eigene Wirtschaft mit 586 Milliarden $.

Allein die Ankündigung dieses Staatsprogramms hatte bereits einen positiven Effekt auf die chinesische Börse....

Unser Lichtblick Nummer 4:

Wie Sie am Chart erkennen, ist zwar die Börse in Shanghai in den vergangenen Wochen nicht unbedingt in die Luft gesprungen. Allerdings zogen die China-Aktien seit dem Wahltag in Washington nach oben und nicht nach unten.

Ferner markierte der Shanghai Composite im Gegensatz zur Wall Street auch keine neuen Tiefs mehr. Das bedeutet, dass die Profi-Anleger verstärkt auf China setzen – für mich ist das ein klares Zeichen für das erhoffte De-Coupling, also für die Abkoppelung Chinas vom amerikanischen Trend. Es ist enorm wichtig, dass ein anderes Land von den USA die Funktion als Börsen-Lokomotive übernimmt – wollen wir hoffen, dass China diese Rolle spielen kann. Das Potenzial dazu hat China.


Copyright © 2009 EURUSD fällt auf 0.95 und steigt anschließend auf 1.30. Die europäischen Bankbilanzen stehen aufgrund der Stagnation der osteuropäischen Märkte und den wirtschaftlichen Spannungen im EU-Raum unter hohem CD druck. Das chinesische BIP fällt auf ein Nullwachstum zurück. Die exportorientierten Sektoren der chinesischen Wirtschaft sind stark vom freien Fall des Welthandels und vor allem von den USA betroffen. “Pre-Ins First Out”. Mehrere, zurzeit vollständig oder teilweise an den Euro gekoppelte osteuropäische Währungen geraten 2009 aufgrund von Kapitalabflüssen unter wachsenden CD Bedrucken. de home strony